Atmen: Jemand muss atmen - Stefan Kalbers

Inhalt:

Stefan Kalbers schickt seinen Protagonisten scheinbar ziellos durch die kalte, herzlose Welt, die um ihn herum in sich zusammenfällt. Er rutscht ab, gerät auf die schiefe Bahn und scheint unrettbar verloren, ist immer im falschen Moment am falschen Ort, an sich ein netter Kerl, aber ein Verlierer - und am Ende steht lediglich die Erkenntnis: Jemand muss atmen.
» Atmen. Jemand muss atmen. Und ich weiß nicht, wie viel Zeit mir noch bleibt. Jeden Tag mache ich weiter und beginne wieder von vorn. Aller Hoffnungslosigkeit zum Trotz. Ich weiß nicht, wovon andere Menschen träumen. Doch in meinen Träumen bewege ich mich stets durch ein dunkles, kaltes All. «

Seitenanzahl: 135
Preis: 9,95 €

Meine Meinung:
Da ich öfters mal bei Amazon einkaufe und mir dort mehrere Bücher vom geliebten Dirk Bernemann gekauft habe, hat mir die Empfehlungen-Funktion von Amazon das Buch Atmen vorgeschlagen, weil es denen vom Dirk ähnlich sei.
Habe ich mir das Buch also bestellt und an einem Tag durchgelesen. So dick ist es nun eh nicht, aber ich musste es auch einfach zu Ende lesen. Man wird mitten hinein in das kaputte Leben des Protagonisten geschmissen und eiskalt mit der Wahrheit konfrontiert.
Es geht hauptsächlich um Kriminalität, Drogen und Wahnsinn.
Stefan Kalbers lässt seinen Protagonisten seine Geschichte erzählen. Aber nicht so, wie das normalerweise abläuft. Er wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, hat ständig Flashbacks und man erfährt auch nur alle Einzelheiten, wenn man das Buch bis zum Ende liest. Und wenn man dachte, das wäre schon alles gewesen, findet man doch im nächsten Kapitel noch etwas, was man vorher nicht wusste. So findet der Protagonist zum Beispiel plötzlich die Leiche seines Freundes in seiner Badewanne und es wird nicht wirklich klar, wann und warum er diesen getötet hat.
Zu diesem ganzen Wahnsinn der Geschichte kommt der unbeschreibliche Schreibstil Kalbers'. Ich will Dirk Bernemann und Stefan Kalbers keinesfalls vergleichen, denn das kann man gar nicht, aber sie haben beide den Schreibstil, den ich so liebe.
Alles in allem finde ich das Buch sehr lesenswert, auch wenn es nichts für schwache Nerven ist.
Bei der ganzen Dunkelheit gibt es ab und an mal ein paar Lichtblicke, aber der Protagonist versteht es, selbst diese auszulöschen.

Bewertung:
2.4.10 14:08
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Antje / Website (2.4.10 14:34)
Ja gibts... steht immer unterm Eintrag: Verlinken.
Dann haste die direkte URL zum Eintrag mit den Kommentaren dazu. Ich mach erstmal beides... mal schauen, was sich dann später als besser herausstellt.

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