Sorry – Zoran Drvenkar

Inhalt:
Vier Freunde in Berlin betreibende eine florierende » Agentur für Entschuldigungen «. Doch eines Tages findet Kris am vereinbarten Treffpunkt nicht den Klienten, sondern eine brutal zugerichtete Leiche. Und den Auftrag, sich bei ihr zu entschuldigen. Die vier lassen sich auf ein gefährliches Spiel mit dem Mörder ein, das immer perfider und grausamer wird.

Seitenanzahl: 400
Preis: 8,95 (Taschenbuch)

Meine Meinung:
Gleich zu Anfang geht es grausam los: In allen Einzelheiten wird die Zurichtung der Leiche beschrieben. Noch grausamer ist aber – meiner Meinung nach – die Tatsache, dass der Leser selbst als der Killer betitelt wird. Du machst die Frau ausfindig, Du verschleppst sie in eine leerstehende Wohnung, Du bringst sie auf brutalste Art und Weise um.
Drvenkar gliedert seine Kapitel in 4 unterschiedliche Sichtweisen: Deine Sichtweise, eine Ich-Perspektive, bei der sich das Ich erst am Ende des Buches offenbart, die Sichtweise des Mannes, der nicht da war und die Perspektive einer der vier Hauptprotagonisten.
Am Anfang dachte ich, dass man es mit einem erbarmungslosen Irren zu tun hat, aber gegen Ende hin erkennt man, dass es sich um einen gebrochenen jungen Mann handelt, der schlussendlich nur nach Absolution sucht, danach, dass Gerechtigkeit waltet, dass sein jahrelanges Leiden gerächt und beendet wird. Dabei geht er wortwörtlich über Leichen.
Ein simpler Auftrag der Agentur Sorry artet in eine Jagd aus, bei der es um Leben und Tod geht – eine Jagd nach dem Täter und der Wahrheit.
Drvenkar wechselt laufend zwischen Zeit und Protagonisten, Täter werden zu Opfern, Opfer zu Tätern. Trotz anfänglicher Verwirrtheit meinerseits ist Sorry ein Thriller, den man gelesen haben muss.

Bewertung:
12.7.10 21:57
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Antje / Website (13.7.10 00:45)
Laut Farbtabelle handelt es sich eher um die Farbe Brombeere, wird aber mit Helllila betitelt... hab mich an die Farbpalette gehalten und darum ist das jetzt etwas seltsam... ich weiß, ich weiß ^^


namimosa / Website (13.7.10 11:18)
das stimmt schon. aber "pushing daisies" hätte schon ein happy end verdient! die serie ist ja eh total verrückt, da hätte das jetzt auch nicht mehr geschadet!

"drehbücher" zu lesen habe ich auch immer gehasst. ich weiß nicht mehr genau, aber eine komödie sind "die physiker" auch nicht... ich glaube eher eine tragikomödie...^^ aber vielleicht macht da euer/e lehrer/in gar keinen unterschied. unserer war der sehr pingelig. schlimmer als "die physiker" sind allerdings dramen (die sind ja fast immer solche "drehbücher") die man schon von der sprache her gar nicht versteht... "ödipus" zum beispiel.

das hört sich spannend an.


namimosa / Website (13.7.10 16:31)
ja ja, ned bzw. sein schauspieler ist schon echt groß! vor allem bei olive wird der unterschied klar, da die ja noch mal kleiner ist... allerdings kenne ich das nur zu gut, ich bin auch ziemlich klein und mich überragt auch so gut wie jeder um mehrere köpfe...^^

nein, in dem buch, egal, ob es jetzt eine komödie oder sonst was ist, gehts nicht wirklich um physik. sondern um drei vermeintlich verrückte physiker, die in einem irrenhaus sind. dabei stellt sich heraus, dass nur einer ein physiker ist und eine formel zur zerstörung der welt erfunden hat. (mehr aus versehen) damit ihm keiner seine ergebnisse abkauft, ging er als irrer in ein pflegeheim. die anderen beiden physiker sind ebenfalls keine irren sondern spione...^^


Anni / Website (14.7.10 23:40)
Ich wollte jetzt mal das Buch "Gezeichnet" lesen hat mir ne Freundin empfohlen :D

Ich liebe romantische Bücher, aber auch traurige und witzige. Ich steh' nicht auf Since Fiction. Welche Bücher kannst du mir empfehlen, wollteste ja machen? :D

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